Mein Glaube

Darius Lebok OFM
Since 11/2021 96 Episoden

MG090_Palmsonntag B

Diese Episode behandelt den Palmsonntag, die Karwoche, Fasten und Gebet als Vorbereitung auf Ostern. Hervorgehoben wird die Bedeutung, Gott bewusst zuzuhören und seine Führung zu erkennen, um die Karwoche spirituell zu erleben.

25.03.2024 10 min

Zusammenfassung & Show Notes

Eine Predigt zum Palmsonntag B von P. Darius Lebok OFM.

Transkript

Palm Sonntag ist immer ein besonderer Tag. Viele kommen aus verschiedensten Gründen. Es gibt die Palmweihe, es beginnt die Karwoche. Und das ist der eigentliche Grund, warum wir Palm Sonntag feiern. Wir beginnen den Weg nach, zu gehen den letzten Weg Jesu auf Erden, miteinander als Gemeinschaft der Glaubenden. Und am Palmsonntag werden zwei Evangelien normalerweise gelesen, eins beim Einzug in die Kirche, also vom Einzug Jesu Jerusalem, und das zweite Evangelium ist die Passion, und heuer hören wir die Passion nach Markus. Und das Einzige, was ich empfehlen kann in dieser Zeit, es beginnt die Heilige Woche, die Karwoche, dass du dich aufmachst und versuchst, soweit es dir möglich ist, an den großen drei Tagen an der Liturgie der Kirche teilzunehmen, also am Gründonnerstag, am Karfreitag und in der Osternacht. Es ist aber eine Frage, die vielleicht dich umtreibt oder schon in der ganzen Zeit dich beschäftigt hat. Wie soll man sich auf Ostern vorbereiten? Und die einfache Antwort auf diese Frage ist, ja, es ist Fastenzeit, man soll fasten, vielleicht auf etwas verzichten, vielleicht etwas mehr tun als sonst. Aber was konkret? Bleiben, aber beim Gebet Jesu in Gethsemane, also nach dem letzten Abendmahl, wie wir ihn nennen, nach dem Paschalmahl und vor der Verhaftung Jesu, geht Jesus mit seinen Jüngern in einen, Olivenhain, der heißt Garten Gethsemane in der Tradition, und betet dort. Und vielleicht kannst du dich auch erinnern jesus ermahnt seine jünger dass sie etwas tun er sagt, Dreimal werden sie ermahnt. Das ist so oft in den Evangelien, dass Jesus etwas dreimal wiederholt, weil es wichtig ist. Und das ist auch so gestaltet im Markus-Evangelium, dass es immer eine Steigerung ist. Also Jesus geht beten und das Erste, was er seinen Jüngern sagt, ist, setzt euch hier während ich bete. also bleibt hier an diesem Ort. Ich gehe beten. Er kommt zurück, die Jünger schlafen und dann sagt er das zweite Mal, bleibt hier und wacht. Und dann geht Jesus wieder beten, die Jünger schlafen ein und dann sagt Jesus ihnen das dritte Mal, wacht und betet, damit ihr nicht in Versuchung geratet. Das, was bleibend ist bei diesen drei Aufforderungen Jesu, bei diesen drei Bitten Jesu, die er an seine Jünger oder Weisungen, die er an seine Jünger weitergibt, ist, dass sie einfach da bleiben sollen und wach sein sollen. Und das ist etwas, was mir ziemlich wichtig erscheint, besonders wenn man noch die erste Lesung dazu nimmt aus dem Buch Jesaja. Da steht es nämlich unter anderem, Jeden Morgen weckt er mein Ohr, damit ich höre, wie Schüler hören. Und das ist wieder ein satz der ein bisschen aus dem kontext jetzt gerissen wird aber das. Macht nichts weil es macht ihn nicht weniger war es geht darum dass wir jeden tag versuchen nicht irgendetwas besonderes zu machen also kann man schon machen schadet auch nicht so also besondere Mühen auf sich zu nehmen in der Vorbereitung auf Ostern, ob es das Hausputzen ist oder eine besondere Gebetsform oder die Hilfe. Die man für Menschen leistet, die der Hilfe bedürfen. Aber das, was wirklich wichtig ist, und das nicht nur in der Fastenzeit, nicht nur in der Karwoche, sondern im Leben eines jeden Christen, ist Folgendes, dass wir Gott zuhören. Das ist die Bitte, dass er unser Ohr öffnet, jeden Tag aufs Neue. Und dieses Zuhören kann verschiedene Formen haben, aber ich glaube, dass es wichtig ist, das auch im Alltag zu integrieren, dass man versucht, an jedem Tag die Stimme Gottes zu hören. Und zwar auf diese Art und Weise, dass man ihm einfach Zeit gibt, dass er sprechen kann. Sehr oft überhäufen wir Gott mit allem Möglichen, was nicht verkehrt ist. Aber ich habe manchmal den Eindruck, dass wenn ich bete, gebe ich Gott wenig Chancen, dass er zu mir spricht, weil er wird von mir einfach so weggefatscht, dass ich ihn nicht mehr hören kann. Und das macht dieses fürbittende und bittende Gebet, das wir sehr oft sprechen, und auch so meditatives Gebet, wenn wir zum Beispiel Rosenkranz beten, nicht schlecht. Es ist auch wichtig und notwendig, dass wir das tun, Aber es braucht auch, glaube ich, jeden Tag eine Zeit, wo wir auf die Stimme Gottes bewusst hören, also nichts sprechen, sondern versuchen einfach wahrzunehmen, ob er etwas zu sagen hat in unserem Leben, ob uns etwas auffällt. Das ist sehr oft ein Gedanke, der dann aufkommt. Oder etwas, was wir bemerken, das da ist, das wir einfach ihm Zeit geben, schenken, in der er sprechen kann. Und noch einmal, es ist wichtig, dass man das als eine Gebetszeit betrachtet. Und es ist wirklich gut, wenn man so eine Routine im Tag entwickeln kann und vielleicht ist die Karwoche gut zur eine Übung jetzt, wenn man dem Ganzen ein bisschen mehr Aufmerksamkeit schenken kann, dass man jeden Tag einfach ein paar Minuten Zeit dafür verwendet, sich sich hinzusetzen und sagen, ich bleibe hier, ich wache, sprich, her zu mir. Und dann einfach wartet, soweit es einfach möglich ist und du warten kannst. Und dieses Warten kann auch dann darin münden, dass man merkt, dass neben mir ein Mensch ist, in dem ich Gott begegnen kann, wenn ich ihm diene, wenn ich ihn wahrnehme, wenn ich mit ihm etwas teile. Es kann aber auch sein, dass es nur mich betrifft, was ich entdecke, dass ich selber von Gott angesprochen werde, dass er mir etwas zu sagen hat, was mit den anderen Menschen nichts zu tun hat. Und es ist alles in Ordnung. Und sei nicht entmutigt, wenn du die Stimme Gottes nicht wahrnehmen kannst. Manchmal spricht Gott zu uns einfach nicht, manchmal sind wir so mit allem Möglichen beschäftigt, dass wir die Stimme nicht hören können. Das macht nichts. Es geht nur darum, dass man Gott einfach jeden Tag neu die Zeit schenkt, in der er zu uns sprechen kann. Und ich empfehle es besonders in der Karwoche, das jetzt zu üben, ihm einfach Zeit zu geben, jeden Tag ein bisschen, wo wir nicht sprechen, sondern er sprechen kann.